Link verschicken   Drucken
 

Kulturhaus: Kalliope-Team präsentiert „Heinrich Zille und sein 'Milljöh“

Falkensee, den 10.09.2019

Zum 90. Todestag in diesem Jahr zeigt das Kulturhaus „Johannes R. Becher“ (Havelländer Weg 67) am Sonntag, 15. September, 16 Uhr „Heinrich Zille und sein 'Milljöh“ - EIN KABINETTSTÜCK mit Anekdoten, Geschichten, Zeitzeugnissen, Berliner Liedern, Gedichten und Musik mit Gisela M. Gulu (Moderation), Lusako Karonga (Schauspieler, Texte & Lieder) und Armin Baptist (Komposition & Klavier).


Mochte die vornehme Welt über ihn die Nase rümpfen, den „Rinnsteinmaler“, der es mit den Ärmsten der Armen hielt, mit den Heruntergekommenen, den Bewohnern der Hinterhöfe, mit „Bordsteinschwalben“ und Obdachlosen und mit Berliner Rotznasen, deren elende Kindheit sich zwischen Müllkästen und Kellerwohnungen abspielte.


Die einfachen Berliner liebten ihn: ihren „Pinselheinrich“. Weil er sie verstand in ihrem Elend, dem sie mit Galgenhumor und Courage Paroli boten, weil er ihre kleinen Freuden und großen Sorgen teilte. Sein Zeichenstift machte sie alle berühmt. Und schließlich machten ihn seine bitterbösen Zeichnungen, Lithografien, Grafiken und Fotos selber zur Berühmtheit und sogar zum Ordentlichen Mitglied der Akademie der Künste, der dennoch kein „feiner Pinkel“ wurde und den „Kindern der Straße“ die Treue hielt. Und an einem Augustmorgen 1929 begleiteten ihn Tausende zum Stahnsdorfer Friedhof, wo er ein Ehrengrab bekam. Dass Heinrich Zille neben seinem Können als Zeichner, Maler und Fotograf auch ein scharfsichtiger literarischer Chronist seiner Zeit war, ist weniger bekannt.

 

 

Der Eintritt kostet 9,- Euro, ermäßigt 8,- Euro. Um telefonische Reservierung unter der Kulturhaus-Rufnummer 03322 3287 wird gebeten.

 

 

Foto: Das Kalliope-Team: Gisela M. Gulu, Armin Baptist und Lusako Karonga.